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Welche Batterie passt in Ihr Wohnmobil?

Welche Batterie passt in Ihr Wohnmobil?

So gut wie jedes Campingmobil benötigt Strom. Die Bordbatterie bildet deshalb das Herzstück Ihres Wohnmobils. Die meisten Versorgungsbatterien in Campern sind noch immer auf Basis der Blei-Säure-, AGM- oder Geltechnologie. In den letzten Jahren konnten wir aber auch einen Anstieg der Nachfrage an Lithiumbatterien feststellen. Um Ihnen einen besseren Überblick über die verschiedenen Batterietechnologien zu geben, haben wir einen kleinen Batterie-Guide für Sie zusammengestellt, der die vier Batteriearten näher beleuchtet:

  • Blei-Säure-Batterien
  • AGM-Batterien
  • Gel-Batterien
  • Lithium-Batterien (LiFePO4)

Blei-Säure-Akkus
Diese Akkus sind in der Regel am kostengünstigsten. Die Batterien sind im Aufbau den Starterbatterien sehr ähnlich und bestehen aus Bleiplatten, die von flüssiger Säure umgeben sind. Ältere Batterien sind nicht wartungsfrei und müssen regelmäßig mit destilliertem Wasser nachgefüllt werden. Wenn Sie eine wartungsfreie Batterie verbaut haben, müssen Sie kein Wasser nachfüllen.

Hinweis: Nassbatterien sollten niemals im Wohnraum verbaut werden. Zwar gibt es die Möglichkeit, die entweichenden Gase mit einem kleinen Schlauch abzuleiten, sie können jedoch nicht ganz vermieden werden. Diese Gase sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch hochexplosiv. Für den Einbau im Wohnraum werden deshalb AGM-, Gel- oder Lithiumbatterien empfohlen.

Vorteile: Preis-Leistung, einfaches Laden
Nachteile: nicht auslaufsicher, mögliche Entgasung, hohe Selbstentladung, vergleichsweise weniger Zyklen, geringere Lebensdauer

AGM-Akkus
In den AGM-Batterien ist der Elektrolyt in Glasvlies gebunden. Der Begriff AGM steht für „Absorbent Glass Mat“ und wird ebenfalls als Vliesbatterie übersetzt. Im Vergleich zu Gelbatterien, sind die AGM-Akkus deutlich schneller vollgeladen und weniger empfindlich gegenüber Kälte. Die Batterien sind lageunabhängig und können auch im Liegen eingebaut werden.

Vorteile: auslaufsicher, wartungsfrei, einfaches Laden, kurze Ladedauer
Nachteile: Ladegerät für wartungsfreie Batterien nötig, empfindlicher bei hohen Temperaturen, hohes Gewicht

Gel-Akkus
Gelbatterien können ebenfalls lageunabhängig verbaut werden. Auch sie gasen nicht aus und eignen sich daher gut im Wohnraum Ihres Wohnmobils. Gelbatterien sind besonders pflegeleicht. Sie müssen nicht gewartet werden und eignen sich hervorragend für den zyklischen Gebrauch als Versorgungsbatterie.

Vorteile: auslaufsicher, wartungsfrei, einfaches Laden, rüttelfest
Nachteile: Ladegerät für wartungsfreie Batterien nötig, empfindlicher bei hohen und kalten Temperaturen, hohes Gewicht, längere Ladedauer

Lithium-Akkus (LiFePO4)
Seit wenigen Jahren werden vermehrt Batterien aus Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) im Bereich der Versorgungsbatterien eingesetzt. Sie eignen sich hierbei besonders, weil die Batterien auf 80 % Ihrer Kapazität entladen werden können. Herkömmliche Bleibatterien sollte nicht mehr als 50 % ihrer Kapazität entzogen werden, um eine Tiefentladung zu vermeiden. Nicht selten treten mit dem Interesse an LiFePO4-Batterien viele unbeantwortete Fragen unserer Kunden auf. Deshalb möchten wir Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten.

Diese Vorteile bieten LiFePO4-Akkus

Lange Garantie
Aufgrund der längeren Lebensdauer der Lithiumbatterien, können die Hersteller eine Garantie von bis zu 5 Jahren gewähren. Auf herkömmliche Bleibatterien geben die Hersteller in der Regel maximal 2 Jahre.

Hohe Lebensdauer
Die lange Garantie auf Lithiumbatterien liegt – wie bereits erwähnt – in deren Langlebigkeit begründet. Während eine hochwertige AGM-Batterie bis zu 1.000 Zyklen bringt, schafft eine Lithiumbatterie weit über 3.000 Zyklen. Auch danach hat die LiFePO4-Batterie noch 80 % ihrer Ursprungskapazität und bis zu 10.000 weitere Zyklen be- und entladen werden.

Geringere Selbstentladung
Herkömmliche Blei-Akkus müssen bei Lagerung oder Nichtnutzung alle 6-8 Wochen nachgeladen werden, um einer Tiefentladung vorzubeugen. Ein eingelagerter Lithiumakku hat nach einem Jahr ohne Ladung immer noch 90 % seiner Kapazität.

Sichere Batterietechnik
Blei-Säure-Batterien gasen bei Benutzung oder Ladung aus und können im schlimmsten Fall explodieren. Auch AGM- und Gelbatterien können bei falscher Benutzung auslaufen oder platzen. Bei Batterien aus Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) ist dies so gut wie nicht möglich.

Geringeres Gewicht
Eine typische Versorgungsbatterie aus Gel bringt mit 100 Ah circa 40 kg auf die Waage. Das Lithiummodell mit 100 Ah wiegt 15 kg. Dieser Gewichtsunterschied macht sich nicht nur im Spritverbrauch bemerkbar, sondern erleichtert u.a. auch den Einbau.

Batterie-Management-System
Das integrierte Batterie-Management-System (BMS) verfügt über einen adaptiven Zellausgleich. Die Batteriezellen werden vor einer Fehlbehandlung geschützt. Das BMS schaltet die Batterie bei Unterspannung oder Überlastung automatisch ab, was beispielsweise eine Tiefentladung oder eine Ladung mit zu hohem Ladestrom verhindert. Dies ist ein großer Vorteil, denn die Bleibatterien werden nicht selten durch fehlende Ladung, Kriechströme oder Selbstentladung unbeabsichtigter Weise tiefenentladen. Ist eine Batterie tiefentladen, wird sie vom Ladegerät nicht mehr erkannt, weil die Gegenspannung für eine Ladung fehlt. Sie können die Batterie deshalb nur noch entsorgen. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Bluetooth-Funktion, die in einigen Akkus verbaut ist. Mithilfe einer App lässt sich der Batteriestatus bequem einsehen. Bitte schauen Sie im Datenblatt der gewünschten Batterie nach, ob diese Funktion angeboten wird. Wir haben zu jeder Batterie ein Produktdatenblatt in unserem Onlineshop hinterlegt.

Diese Nachteile hat ein LiFePO4-Akku

Anschaffungspreis
Der Anschaffungspreis ist zwar um ein Vielfaches höher als der einer herkömmlichen Antriebs- oder Versorgungsbatterie, jedoch lässt er sich mit der Langlebigkeit der Lithium-Akkus rechtfertigen. Um dieselbe Anzahl an Zyklen zu bekommen, die eine Lithiumbatterie bringen, braucht man

Kälteempfindlichkeit
Lithiumbatterien können bei Temperaturen unter 0°C zwar entladen werden, nehmen aber keine Ladung an. Wer dennoch nicht auf Lithiumbatterien verzichten will, kann auf die Arctic-Serie von Liontron vertrauen. Diese Akkus verfügen über eine integrierte Heizplatte und sind bis – 30°C einsatzbereit.

Wie wird die Batterie ausgetauscht?

Die LiFePO4-Akkus sind ein vollwertiger Bleibatterie-Ersatz. Die Batterie lässt sich 1:1 mit Bleibatterien austauschen, ohne dass die Lade- oder Entladestruktur kompliziert verändert werden muss. Den Einbau können wir als Händler nicht übernehmen. Sie können die Batterie selbst tauschen oder sich an die Werkstatt Ihres Vertrauens wenden. Da die Lithiumbatterien tiefer entladen werden können, als herkömmliche Bleibatterien, können Sie die Kapazität dementsprechend mindern. Als Faustregel geben wir unseren Kunden gerne den sogenannten „Faktor 0,7“ an die Hand. Hiermit lässt sich pauschal die passende LiFePO4-Batteriegröße benennen:

Rechenbeispiel:
In Ihrem Wohnmobil ist eine 100 Ah-Bleibatterie verbaut:
100 Ah x 0,7 = 70 Ah
–> Um dieselbe Batterieleistung zu erreichen, die Ihnen eine 100 Ah-Bleibatterie bietet, benötigen Sie eine Lithiumbatterie mit ca. 70 Ah.

Welche Besonderheiten sollten beachtet werden?
In der Regel haben die Vorgängerbatterien aus Blei einen runden Autopol. Die Lithiumbatterien werden jedoch – je nach Hersteller – mit einem Schraubpol (M6 oder M8) geliefert. Wir bieten Ihnen die passenden Adapter auf Auto-Rundpole an, damit Sie Ihre Polklemmen ohne Probleme anbringen können. Wenn Sie die zugehörige Bluetoothfunktion von Liontron nutzen möchten, sollten Sie zuerst den Barcode in der Liontron-App scannen, bevor Sie die Batterie unzugänglich verbauen.

Wie wird die Batterie geladen?

In rund zwei Stunden kann eine Lithiumbatterie mit konstanter Ladung vollgeladen werden. Eine entladene Bleibatterie benötigt ca. 12 Stunden, um wieder voll im Saft zu stehen. Die LiFePO4 -Batterien können mit jedem modernen 12 V-Blei-Ladegerät mit einer Ladeschlussspannung zwischen 14,2 V und 14,6 V geladen werden. Wer mehrere Tage am Stück an einem sonnigen Ort bleibt, hat die Möglichkeit die Lithiumbatterie über eine Solaranlage aufzuladen. Bei der Ladung im Wohnmobil über die Lichtmaschine wird ein Ladebooster benötigt, um die Batterie über die Lichtmaschine richtig vollzuladen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl eines passenden Ladeboosters. Das eingebaute BMS-System verhindert eine Überspannung der Batterie und schaltet den Ladevorgang ab oder regelt die Spannung entsprechend herunter, sobald eine zu hohe Ladespannung erreicht wird.

Wie Sie sehen, gibt es verschiedene Typen einer Bordbatterie. Wir hoffen, Ihnen einen guten Überblick verschafft zu haben und stehen für weitere Fragen zur Verfügung.

Wir freuen uns über Ihre Anfrage!

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